Erasmus-Woche: „Love Where You Grow – From Our Region to Europe“

„Love Where You Grow – From Our Region to Europe“:
Eine Erasmus-Woche voller Begegnungen und Entdeckungen in der Toskana

Neue Begegnungen, spannende Entdeckungen, italienisches Lebensgefühl und jede Menge gemeinsame Erlebnisse: Vom 17. bis 23. Oktober verbrachten acht Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 1 und 2 eine abwechslungsreiche Erasmus-Woche in der Toskana. Gemeinsam mit acht gleichaltrigen Jugendlichen des Istituto F. Datini in Prato erkundeten sie die Region, tauschten sich über ihre Lebenswelten aus und knüpften neue Freundschaften. Untergebracht war die deutsche Gruppe im nahegelegenen Florenz.
Unter dem Motto „Love Where You Grow – From Our Region to Europe“ stand die Woche ganz im Zeichen des europäischen Miteinanders. Im Mittelpunkt standen dabei die Themen Ernährung, Landwirtschaft, Natur und Nachhaltigkeit.
Obwohl sich die Jugendlichen bereits durch ein gemeinsames digitales eTwinning-Projekt kannten, war das persönliche Kennenlernen etwas Besonderes. Bei verschiedenen Kennenlernaktivitäten und einer gemeinsamen Stadterkundung in Prato stellten sie sich ihre Heimatregionen, Traditionen und Lieblingsorte vor. Schnell wurde deutlich: Es gibt viele Gemeinsamkeiten, aber auch spannende Unterschiede zu entdecken.

Auf den Spuren der toskanischen Landwirtschaft
Ein besonderes Erlebnis war der Besuch des traditionsreichen Weinguts Tenuta di Capezzana in Carmignano. Zwischen Olivenhainen und Weinbergen erfuhren die Jugendlichen mehr über die regionale Landwirtschaft, die Herstellung hochwertiger Lebensmittel und die Geschichte des Weinguts. Dabei wurde deutlich, wie eng Natur, Landwirtschaft und menschliches Leben miteinander verbunden sind.

Als Food-Detektive auf dem Mercato Centrale
Am nächsten Tag wurde Florenz zum Schauplatz einer besonderen Mission: Auf dem berühmten Mercato Centrale im Viertel San Lorenzo verwandelten sich die Jugendlichen in deutsch-italienische Food-Detektive. In gemischten Teams erkundeten sie das Marktangebot, untersuchten regionale und saisonale Lebensmittel, verglichen Preise und Herkunft und kamen mit den Händlern ins Gespräch. Besonders knifflig wurde es bei der Aufgabe, für 20 Euro ein regionales und saisonales Menü für vier Personen zusammenzustellen. Auch die Kartoffel stand im Mittelpunkt: Während die deutschen Jugendlichen beispielsweise Kartoffelsalat, Bratkartoffeln oder Schupfnudeln vorstellten, brachten die italienischen Partner die berühmten Gnocchi ins Spiel. Ein schönes Beispiel dafür, wie spannend kulinarische Unterschiede sein können!

Kunst, Kultur und italienisches Lebensgefühl
Natürlich durfte auch die Kultur nicht fehlen. Ein Besuch der weltberühmten Uffizien eröffnete faszinierende Einblicke in die italienische Kunstgeschichte. Darüber hinaus bot Florenz mit seinen beeindruckenden Bauwerken, verwinkelten Gassen und lebendigen Plätzen viele Gelegenheiten, das besondere Flair der Stadt zu genießen.

Gemeinsam Ideen für die Zukunft entwickeln
Am letzten gemeinsamen Projekttag blickten die Jugendlichen auf ihre Erlebnisse zurück. Sie werteten Fotos, Videos und Arbeitsergebnisse aus und tauschten sich darüber aus, was sie voneinander gelernt hatten. Was macht unsere Heimatregionen besonders? Welche Traditionen möchten wir bewahren? Und wie können wir Natur und Umwelt für kommende Generationen schützen? Ihre Gedanken und Ideen hielten die deutsch-italienischen Teams schließlich in einem gemeinsamen Manifest fest.

Was bleibt? Mehr als nur schöne Erinnerungen!
Die Erasmus-Woche in der Toskana hat einmal mehr gezeigt, was das europäische Austauschprogramm so wertvoll macht: Europa wird lebendig, wenn junge Menschen sich begegnen, gemeinsam lernen und ihre Erfahrungen teilen. Die Schülerinnen und Schüler konnten ihre Englischkenntnisse im Alltag anwenden, neue Perspektiven gewinnen und erleben, dass unterschiedliche Herkunft und Traditionen eine Bereicherung sind.
Mit vielen schönen Erinnerungen, neuen Freundschaften und hoffentlich der Vorfreude auf ein Wiedersehen verabschiedeten sich die beiden Schülergruppen voneinander.

„Love Where You Grow – From Our Region to Europe“ – eine Woche, die gezeigt hat, wie aus Begegnungen Freundschaften und aus Unterschieden Gemeinsamkeiten werden können.

Hier geht es zum Projektdokumentation auf Englisch.